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Häufig gestellte Fragen - B.A.R.F.

Hunde auf Rohfütterung umstellen

Wenn Sie sich für eine Rohfleischfütterung entscheiden, sollte Ihr Hund zunächst richtig auf die rohe Nahrung umgestellt werden.

Das dient dazu, dass das Verdauungssystem des Hundes sich neu organisieren kann. Vor allem die Darmschleimhäute werden in dieser Zeit regeneriert.

Während der Umstellungsphase empfehlen wir in den ersten 4 bis 6 Wochen Pansen und Hähnchenrücken zu füttern. Diese sollten im Verhältnis 1/3 Hähnchenrücken und 2/3 Pansen gefüttert werden. In dieser Zeit sollten keine großen Knochen gefüttert werden, da Ihr Hund die rohe Fütterung nicht gewohnt ist und es zu Verstopfungen kommen kann. Die Tagesration beträgt 2% bis 3% vom Endkörpergewicht.

Nach dieser Zeit können Sie sich an weitere unserer Artikel herantasten und ausprobieren, welche Produkte Ihr Liebling besonders gut verträgt und welche weniger gut.

Auf Innereien, wie Leber oder Niere, reagieren viele Hunde mit Durchfall. Daher muss hier darauf geachtet werden, dass Sie Ihrem Vierbeiner nicht zu viel Leber oder Niere, maximal 2%, auf einmal geben. Auch hier muss wieder ausgetestet werden, wie viel Ihr Hund verträgt.

Bei jungen Hunden, wie auch bei älteren, sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu viel Muskelfleisch verfüttert bekommen, da hier die Phosphorwerte sehr hoch sind. Dies würde zu einer Phosphorüberversorgung führen und daraus resultiert eine Calciumunterversorgung. Daher einfach Abwechslungsreich füttern um solche Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Bei schon etwas älteren Hunden sollten Knochen nicht zu oft gefüttert werden, da dies zu einem harten Stuhlgang führen kann.

Im Allgemeinen ist das Barfen jedoch sehr einfach. Neben der Abwechslungsreichen Ernährung mit rohem Fleisch können Sie Ihrem Vierbeiner auch gerne etwas Gemüse, Obst oder Kohlenhydrate hinzu füttern, diese sollten aber nicht überhand nehmen.

Die Faustregel lautet hierfür:

70% Fleisch, 15% Kohlehydrate und 15% Gemüse

Es genügt allerdings wenn Sie Ihrem Vierbeiner ab und zu eine Kartoffel, etwas Reis, Nudeln oder Gemüse und Obst geben.

Katzen auf Rohfütterung umstellen

Bei Katzen ist die Umstellung auf Fleisch etwas schwieriger als bei Hunden, denn oftmals wird das rohe Futter in der ersten Zeit nicht angenommen. Das liegt daran, dass wir in unserem Futter keine Lockstoffe, wie Vanille oder Karamell verarbeiten. In diesem Fall empfehlen wir das Fleisch zu garen oder unter das Dosenfutter unterzumischen und den Anteil an Frischfleisch langsam zu erhöhen bis Ihr Liebling nur noch das rohe Fleisch frisst.

Bei der Ernährung von Katzen sollte beachtet werden, dass die Tagesration aus mind. 80% Muskelfleisch bestehen sollte. Fangen Sie zunächst mit gewolften Artikeln an und verfüttern Sie nicht zu viele Knochen, da auch Katzen sich erst an die Rohfleischfütterung gewöhnen müssen.

Artikel in denen Pansen & Blättermagen oder Rinderkehlen verarbeitet wurden, werden selten von Katzen angenommen, da diese einen sehr eigenen Geruch haben.

Zu empfehlen sind Eintagsküken, Lachs, Hähnchenherzen und -mägen.

In der Regel liegt der Tagesbedarf bei etwa 2-3 % vom Körpergewicht.

Beim BARF für Hunde und BARF für Katzen versucht man, den im Beutetier enthaltenden Nährstoffen und Spurenelementen zu entsprechen.

Dies sollte zu 80% Fleischanteil und zu 20% pflanzliches Futter darstellen.
Von den 80% Fleischanteil sollte max. 50% durchwachsenes Muskelfleisch darstellen, 15% Innereien(Leber, Niere, Milz usw.) und 15% Knochen und Knorpel machen diesen Anteil tiergerecht.

Außer rohem Schweinefleisch darf der Fleischanteil vom Rind, Pferd, Schaf, Lamm, Pute, Huhn und Ente sein.

Dies sind nur Richtlinien. Hierbei kommt es immer auf das Alter, die Rasse, das Geschlecht, den derzeitige Gesundheitszustand oder auch das Klima an.

Eine tragende oder säugende Hündin hat zum Beispiel einen höheren Eiweißbedarf. Ebenso kann die benötigte Futtermenge im Winter deutlich höher sein, als im Sommer.

In vielen Foren findet man Aussagen darüber, dass beim barfen die Calcium- und Phosphor-Verhältnisse nicht optimal sind.

Dies entsteht, wenn man zu viel reines Muskelfleisch, besonders Rindermuskelfleisch, füttert.

Im reinen Muskelfleisch sind die Phosphorwerte sehr hoch und im Gegenzug gibt es nur geringe Calciumwerte. Füttert man nun zu viel Muskelfleisch kann es zu einer Phosphorüber- und zu einer Cacliumunterversorgung kommen.

Dies betrifft vor allem Hunde die noch im Wachstum sind, sowie ältere Hunde. Um diese Mangelerscheinung zu vermeiden raten wir zu einer Abwechslungsreichen Fütterung. Dadurch wird Ihr Liebling optimal mit Vitaminen und Mineralien versorgt.

Bei Rindern handelt es sich um Wiederkäufer. Von diesen stammt der Pansen, ein Vormagen der Kuh.

Um Ihre Nahrung verdauen zu können benötigen sie in Ihren Vormägen bestimmte Bakterien, welche die aufgenommen Nahrung, in diesem Fall Gras, zerkleinern. Diese Bakterien verarbeiten die pflanzliche Mahlzeit in Zellulose. Somit kann die Kuh Ihre Nahrung überhaupt erst verdauen. Da unser Pansen nur sehr grob ausgewaschen wird, enthält unser Pansen viele dieser Pansen-Bakterien und Vitamine für den Bedarf Ihres Vierbeiners.

Bei der Trocknung bzw. Erhitzung von Pansen werden diese Bakterien zerstört.

Durch ihren speziellen Stoffwechsel haben sie ja ein erhöhtes Risiko für Blasen- und Nierensteinen. Wenn ja, was kann ich füttern?

Es ist richtig, Dalmatiner haben eine genetisch bedingte Störung im sogenannten Purinstoffwechsel. Diese Stoffwechselstörung erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Harnwegserkrankungen. Purine entstehen sowohl im Körper selbst, werden aber auch mit der Nahrung zugeführt. Durch eine gezielte Verringerung der Purinzufuhr über die Nahrung als auch eine alimentäre Beeinflussung des pH-Wertes des Urins kann das Auftreten von Harnwegsinfektionen als auch von Harnsteinbildungen reduziert werden. Dies gilt sowohl für eine Fütterung mit Fertigfutter als auch beim „Barfen“.

Grundsätzlich sollte daher bei der Ernährung auf Futtermittel verzichtet oder nur in geringer Menge gefüttert werden, die hohe Puringehalte haben. Zusätzlich kann eine regelmäßige Überprüfung des pH-Wertes des Urins bei Umstellung der Fütterung einen Hinweis auf notwendige Korrekturen geben. Die Methode der Urinkontrolle, die Ziel-pH-Werte des Urins und evtl. Korrekturen sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Folgende Futtermittel sollten nicht oder nur gelegentlich gefüttert werden:
Alle Innereien einschließlich Herz und Pansen, kein Fisch, Spargel, Spinat, Kohl, Linsen und Bohnen.

Rangfolge von Futtermitteln entsprechend ihrer Puringehalte:

  • frei von Purinen: zelllose Nahrungsmittel wie Fette, Öle, Vitamine und Mineralstoffe
  • geringer Puringehalt: Ei, Milchprodukte, Kartoffel, Reis, Gemüse (keine Zwiebeln)
  • mittlerer Puringehalt: Fleisch, Leguminosen (Erbsen, Bohnen)
  • hoher Puringehalt: Fisch, Innereien, Zunge, Hefe

Es stimmt, dass Hund und Katzen die lange Zeit mit Trocken- und Nassfutter ernährt wurden schnell zu Zahnstein und schlecht riechendem Atem neigen.

Das Klischee, dass durch das Barfen diese Symptome komplett verschwinden, können wir nicht bestätigen.

Wir können aber, aufgrund eigener Erfahrungen an Hunden und Katzen, feststellen, dass die Zahnsteinbildung wesentlich geringer ist. Hier helfen auch natürliche Kauartikel & Kausnacks. Weiterhin neigen die Tiere bei weitem nicht so zu schlechtem Atem. Es ist allerdings zu bedenken, dass dies nur bei einer vollständigen Rohfütterung eintritt.