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Häufig gestellte Fragen - Tiergesundheit

Schilddrüsenhormone kommen in Geflügelhälsen und im Schlund vom Rind vor. Bei unseren Zulieferbetrieben wird die Geflügelschlachtung weitestgehend automatisiert durchgeführt. Dafür werden Schlundbohrer oder Schlundsauger eingesetzt. So werden in der Regel die Halseingeweide vollständig entfernt und auch die Schilddrüse ist komplett entfernt. Nur in Einzelfällen könnten kleine Reste im Hals verbleiben.

Bei den Rinderschlünden wird es unterschiedlich gehandhabt. In Einzelfällen kann hier auch nach der Schlachtung die Schilddrüse im Schlund bleiben.

Grundsätzlich ist zur Wirkung von durch das Futter aufgenommenen Resten von Schilddrüsenmaterial Folgendes zu sagen:
Bisher gibt es keine Untersuchungen in wieweit Schilddrüsenhormone (T3 und T4) in der Schilddrüse nach dem Schlachten hormonell wirksam sind. Auch Verfahren zur Trocknung führen wahrscheinlich zu einer weiteren Inaktivierung von Schilddrüsenhormonen im Futter.

Zur Beurteilung einer möglichen gesundheitlichen Beeinflussung durch das Futter aufgenommene Schilddrüsengewebe, sind auch Kenntnis über den Metabolismus und die Regelkreisläufe zur Steuerung der Schilddrüsenhormonausschüttung und Hormonaktivierung bzw. Hormoninaktivierung nötig.

Schilddrüsenhormone werden über die Leber ausgeschieden, dabei gehen beim Hund ca. 50 Prozent des T4 und 30 Prozent des T3, welche täglich produziert werden, in den Darminhalt verloren. Ein Teil davon wird zurück resorbiert. Der größte Teil von über das Futter aufgenommenen Schilddrüsenhormonen (auch von im Rahmen einer Therapie zugeführten Schilddrüsenhormon) wird zunächst in die Leber aufgenommen und über die Galle wieder in den Darminhalt abgegeben.

Die Umwandlung von T4 in das hormonell wirksame T3 findet zu 80 Prozent im Gewebe statt und nicht in der Schilddrüse. Die Ausschüttung von T4 aus der Schilddrüse bzw. die Umwandlung in aktives T3 im Gewebe wird über Regelkreise (Hypothalamus und Hypophyse) gesteuert. Eine Erhöhung von T3 im Blut/Gewebe bewirkt eine Verringerung der Ausschüttung aus der Schilddrüse. Damit führt auch über das Futter aufgenommene T3/T4 zu einer verringerten Ausschüttung körpereigener Schilddrüsen Hormone.

Bei gesunden Hunden oder nicht erblich bedingt besonders empfindlichen Hunden kann es zwar zu einer größeren Schwankung des Hormonspiegels kommen, das sollte aber keine gesundheitlichen Auswirkungen haben. Nur bei einer regelmäßigen (täglichen) Fütterung entsprechender Mengen an Rinderschlund mit anhaftendem Schilddrüsengewebe über längeren Zeitraum wären gesundheitliche Auswirkungen denkbar. Dies außerdem auch durch eine zu starke Fütterung mit Jod (z.B. durch Algen) verstärkt werden.

Bei erblich vorbelasteten Hunden, Schilddrüsen empfindlichen Hunden und an der Schilddrüse erkrankten Hunde sollte die Fütterung (Umfang und Häufigkeit) mit Rinderschlund mit dem Tierarzt besprochen und ggf. über Blutuntersuchen kontrolliert werden.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Fütterung von Geflügelhälsen keine Gefahr im Bezug auf Schilddrüsenhormone darstellt. Beim Rinderschlund sollte darauf geachtet werden, dass evtl. anhaftendes Drüsengewebe vorher entfernt wird. Aber auch ohne Kontrolle auf Drüsengewebe ist hier gegen ein gelegentliches Füttern nichts einzuwenden, da keine gesundheitlichen Auswirkungen bei gesunden Hunden zu befürchten ist. Wer jedoch Zweifel hat z. B. bei entsprechenden Vorerkrankungen, sollte bei eingestellter Fütterung nach Fütterungsplan die Schilddrüsenhormonkonzentration im Blut kontrollieren lassen.

Die Entstehung von Struvitsteinen kann viele verschiedene Ursachen. Häufig führt eine Kombination von unterschiedlichen Faktoren zur Entstehung von Struvitsteinen.

Die Steine können in Folge von Harnwegsinfektionen, Stoffwechselerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, fehlerhafte Fütterung und genetischer Neigung allein oder in Kombination dieser Faktoren auftreten.

Hieraus wird deutlich, dass die Fütterung an der Entstehung und dem Wiederauftreten von Struvitsteinen beteiligt sein kann. Daher sollte durch eine kontrollierte Fütterung der Entstehung oder Neubildung vorgebeugt werden.

Eine Eiweißversorgung, die deutlich über den Bedarf für Regenerationsvorgänge liegt, führt zu einem Abbau des Eiweißes zur Energiegewinnung und zu einer übermäßigen Produktion und Ausscheidung von Stickstoffverbindungen (Harnstoffstickstoff, Ziel < 10mg/dl) über die Nieren. Dies kann zu einer ungünstigen Milieuveränderung des Urins führen.

Diese ungünstigen Bedingungen können durch einen Überschuss von Phosphat in der Nahrung (und damit auch im Urin) verstärkt werden.

Das zusätzliche Anfeuchten des Futters kann sich positiv auswirken, da das Harnvolumen damit erhöht und die Dichte des Urins verringert wird.

Im Futter sollten außerdem große Mengen pflanzlichen Eiweißes aus Sojabohnen- oder Reishülsen oder Maisgluten (ausgenommen Maisglutenmehl) vermieden werden. Diese enthalten natürliche Silikate, die sich bei entsprechender Resorption aus dem Darm und Ausscheidung über die Nieren ungünstig auswirken können.

-  Gesamteiweißversorgung dem Bedarf anpassen, Pflanzeneiweiß beschränken

-  Wasseraufnahme durch zusätzliches Anfeuchten des Futters erhöhen

-   Phosphatüberschuss vermeiden

Daneben sollten natürlich andere Faktoren (wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, genetische Disposition) beachtet werden. Regelmäßige Kontrollen (Urinproben: Kristalle, Dichte, Stickstoffgehalt, pH-Wert, Bakterien, Ultraschall) sollten zudem durchgeführt werden, damit eine Rezidivbildung frühzeitig erkannt werden kann.

Die Niereninsuffizienz kann viele verschiedene Ursachen haben und führt mit dem Fortschreiten der Erkrankung zu zunehmenden Störungen und komplexen Störungen des Stoffwechsels. Mit Hilfe von diätetischen Maßnahmen kann versucht werden das Fortschreiten der Nierenerkrankungen und die Auswirkungen auf den Stoffwechsel zu verlangsamen.

In der Regel wird eine Nierenfunktionsstörung erst erkannt, wenn betroffene Hunde durch ein vermehrtes Trinken und / oder Maulgeruch nach Ammoniak auffallen. Die Nieren weisen dann in der Regel bereits einen hohen Schädigungsgrad auf.  Es kommt zu einer Anreicherung von harnpflichtigen Stoffen im Blut. Vor allem der Harnstoff wird nicht mehr ausreichend ausgeschieden. Er ist das Endprodukt des Proteinstoffwechsels und wirkt bei Anreicherung im Körper giftig.

Ziel einer Diät sollte es daher sein, alle Stoffe (vor allem Protein), die zur Harnstoffbildung führen, zu reduzieren.  Dies darf jedoch nur begrenzt erfolgen, da sonst körpereigenes Protein abgebaut wird und sich die Gesamtsituation verschlechtert.  Daneben sollten auch Mineralstoff (Salz, Phosphate) reduziert werden.

Bei der Erstellung eigener Futterrationen ist dies etwas schwierig einzustellen. Deshalb werden gerne Fertig-Diätfuttermittel verwendet. Viele Hunde akzeptieren eine plötzliche Futterumstellung nicht. Der Futterwechsel sollte daher langsam über mehrere Tage oder Wochen stattfinden. Eine Futterverweigerung führt zu einer negativen Energiebilanz, die unbedingt vermieden werden sollte. Die gewohnte Futterform (trocken oder nass) sollte dabei berücksichtigt werden. Das Futter kann evtl. durch verschiedene Maßnahmen (Zugabe von Thunfischwasser, oder selbstgekochter Geflügelbrühe ohne Salz,  Hefe oder Honig) schmackhafter gemacht werden. Die Tagesration sollte auch auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilt werden. Auf ausreichend Wasser ist immer zu achten.

Diätfuttermittel stellen eine sichere Futtermöglichkeit dar, da hier alle relevanten Nähr- und Mineralstoffe  für Nierenpatienten optimal eingestellt sind. Werden diese  jedoch nicht vom Hund akzeptiert, darf der Hund auf keinen Fall hungern gelassen werden.  Bei selbst zusammen gestellten Futterrationen sollten auf jeden Fall der Eiweißanteil reduziert werden. Hier ist ein Ersatz durch Kohlenhydrate (z.B. unsere Hundekuchen) möglich. 

Auf jeden Fall sollte Ihr Hund unter ständiger tierärztlicher Kontrolle bleiben, damit auf Veränderungen rechtzeitig reagiert werden kann.

Die tägliche Eiweißration bei Ihrem Hund beträgt bei einem Gewicht von 39 kg ca. 2 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht also insgesamt ca. 78 g Eiweiß pro Tag.  Dies trifft jedoch nur zu, wenn das Körpergewicht zu der Größe des Tieres passt und der Hund nicht übergewichtig ist. Der Eiweißanteil kann evtl. auch noch etwas reduziert wegen der Nierenerkrankung reduziert werden. Der Eiweißanteil kann natürlich auch in Form von frischem Fleisch gefüttert werden. Frisches Fleisch hat einen Eiweißgehalt von ca. 15- 19 %. Für Hunde mit Niereninsuffizienz sollte nur hochwertiges Eiweiß verfüttert werden, da nur diese eine ausgewogene Aminosäurezusammensetzung haben. Der Eiweißanteil sollte daher überwiegend aus Muskelfleisch stammen.

Bei unseren Fleischprodukten finden Sie auch immer eine Information zum durchschnittlichen Eiweißgehalt.

Die übrige Futterration ist entsprechend mit Kohlenhydraten, Fett, Ballaststoffen und Vitaminen zu ergänzen